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Consolis DW Systembau GmbH/01. August 2024

Umbau und nachhaltige Erweiterung des alten Bunkers St. Pauli in Hamburg

Die Eröffnung des umgebauten Bunkers auf St. Pauli, unmittelbar neben den Millerntor-Stadium, erfolgte im Juli 2024.

Mal anders nachhaltig Bauen, bestehende Substanz weiter nutzen

In Hamburg auf St. Pauli, wer ist da nicht schon gewesen? Reeperbahn und Große Freiheit kennen alle. Doch wer kennt den graue Betonbunker aus dem letzten Weltkrieg in der Feldstraße?

Als einer der Vierlings-Flaktürme Hamburgs, reicht seine Geschichte zurück in die Zeit des Nationalsozialismus. Errichtet wurde er von Zwangsarbeitern im Jahr 1942 für die Luftabwehr und zum Schutz gegen Bombenangriffe. Mit welch geringem Erfolg ist heute bestens bekannt.

Die zweite und wesentlich wichtigere Aufgabe des Bunkers war, Menschen eine Zuflucht vor den Bombardements zu geben und diese zu schützen. Dabei fanden zeitweise bis zu 25.000 Hamburger im Bunker Schutz, wie Quellen belegen.

Nach Kriegsende sollten viele Bunker in Hamburg gesprengt werden, so auch der „Flakturm IV“ in der Feldstraße. Wegen seiner massiven Bauweise mit einer Wand- bzw. Deckenstärke von bis zu 3,8 Metern auf einer Grundfläche von 75 x 75 Metern wurde von einer Sprengung abgesehen, um die angrenzenden und weiter entfernten Wohnviertel nicht zu gefährden. Durch die große Wohnungsnot nach Kriegsende, bot der ehemalige Bunker und Flakturm vielen ausgebombten Hamburgern eine Unterkunft. Deshalb wurde der Hochbunker früh umfunktioniert und als Wohnraum genutzt.

Auf einem Bergpfad nach oben – der nun grüne Bunker auf dem Heiligengeistfeld auf St. Pauli

Aus einem grauen Betonklotz mitten auf St. Pauli wurde eine grüne Attraktion: In den vergangenen Jahren ist der 38 Meter hohe Flakbunker um fünf Etagen erhöht worden. Dabei wurde u. a. um den viereckigen Betonbunker ein „Bergpfad“ aus Stahlträgern und Spannbeton-Fertigdecken gebaut. Über Rampen und Treppen mit 560 m Länge gelangt man nun auf das Dach. Die DW SYSTEMBAU hat für den umlaufenden Bergpfad über 1.150 m² Deckenplatten (BRESPA®-Decken) geliefert, die horizontal oder mit Neigung auf Kragträgern aus Stahl verlegt wurden.

Oben angekommen gibt es einen rund 1.400 Quadratmeter großen Garten, von dem aus Besucher und Besucherinnen wundervolle Blicke auf die Hamburger Innenstadt genießen können, als Lohn für den Aufstieg.

Neben dem Dachgarten und dem Bergpfad sind ein Hotel, Gastronomie und eine neue Mehrzweckhalle für Sport und kulturelle Veranstaltungen entstanden. Die Kosten für das Projekt haben ca. 60 Millionen Euro betragen.

Wer die etwas andere Übernachtungsmöglichkeit in Hamburg sucht, findet mit dem Hotel „Reverb by Hard Rock“ und seinen 134 Zimmern ein Hotel mit besonderem Ausblick über die Hansestadt.

Insgesamt machen rund 23.000 Pflanzen den ehemaligen Bunker zu einer Naturoase in der Stadt. Bis zu 900 Menschen können sich dort gleichzeitig aufhalten. Der freie Eintritt zu Bergpfad und Dachgarten erfolgt von der Feldstraße aus.

Im Sommer von 9 bis 21 Uhr geöffnet

In den warmen Monaten ist der Dachgarten von 9 bis 21 Uhr besuchbar. Für die kalte Jahreszeit sind andere Öffnungszeiten geplant, diese stehen bisher aber noch nicht fest.

Die Eröffnung fand Anfang Juli 2024 statt.

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